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Herzlich willkommen auf der Internetseite der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt in Sachsen mit den Ortswehren Neustadt, Polenz , Krumhermsdorf, Langburkersdorf, Berthelsdorf, Rückersdorf und Rugiswalde


Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt in Sachsen

Unsere Stadt * * * Unsere Heimat

wichtige Informationen
+ Notfall FAX

Wütet die Flamme in Deinem Haus, rufst Du nach Gott und der Feuerwehr aus. Ist aber gelöscht das Flammenmeer, so vergisst Du Gott und schimpfst auf die Feuerwehr.

Erst wenn das letzte Feuerwehrauto eingespart wurde und kein Freiwilliger mehr ein Ehrenamt ausübt, dann merken wir, dass Geld allein kein Feuer löschen kann.

© mt 1999 - 2015 FF Neustadt / Sachsen

Wütet die Flamme in Deinem Haus, rufst Du nach Gott und der Feuerwehr aus. Ist aber gelöscht das Flammenmeer, so vergisst Du Gott und schimpfst auf die Feuerwehr.Wütet die Flamme in Deinem Haus, rufst Du nach Gott und der Feuerwehr aus. Ist aber gelöscht das Flammenmeer, so vergisst Du Gott und schimpfst auf die Feuerwehr. .........besteht aus den sieben Ortswehren Neustadt, Polenz , Krumhermsdorf, Langburkersdorf, Berthelsdorf, Rückersdorf und Rugiswalde. Alle diese sieben Wehren sind eigenständige und gleichberechtigte Feuerwehren in den Ortsteilen der Stadt Neustadt mit jeweils eigenen Wehrleitern und Leitungsstrukturen und bilden gemeinsam die Gemeindewehr Neustadt. Diesen sieben Ortswehren steht der Gemeindewehrleiter vor. Die sieben Wehren bestehen ausschließlich aus freiwilligen Feuerwehrkameraden. Wir haben keinerlei hauptamtliche Kräfte. 2 Kameraden der Neustädter Wehr arbeiten auf dem Bauhof der Stadt . Sie haben einen Teil Ihrer Arbeitszeit für einzelne Arbeiten im und am Gerätehaus zur Verfügung. In dieser Zeit werden hauptsächlich gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen der Einsatztechnik durchgeführt. Damit unterstützen sie die Arbeit unseres Schirrmeisters, der ehrenamtlich für die Einsatzbereitschaft sämtlicher Technik zuständig ist. Die Neustädter Feuerwehr hat insgesamt 110 Mitglieder. Davon sind 37 Alters- und Ehrenmitglieder, 18 Jugendfeuerwehrmitglieder und 55 aktive Einsatzkräfte (Stand 12.2006). Damit ist sie die zahlenmäßig größte der Gemeindewehr Neustadt. Bei diesen Zahlen sind nur die Feuerwehren Neustadt, Polenz und Krumhermsdorf berücksichtigt. Die anderen 4 Ortswehren sind seit dem 1.August 2007 nach der Fusion von Neustadt und der Gemeinde Hohwald dazu gekommen. Die Daten dieser Wehren werden in nächster Zeit aktualisiert. Die Feuerwehr Polenz kann sich auf 20 Jugendfeuerwehrmitglieder und 32 aktive Einsatzkräfte stützen. Die Ortswehr Krumhermsdorf ist die jüngste der drei Wehren und besteht aus 17 aktiven und 2 passiven Kameraden. Nach deutschem Recht ist jede Kommune für den Brandschutz verantwortlich. Die Feuerwehren sind somit eine Pflichtaufgabe der Gemeinden. Um dieser Aufgabe nachkommen zu können, sind die Städte und Dörfer neben finanziellen Mitteln auf die ehrenamtliche Arbeit Ihrer Bürger angewiesen, die jedem zugute kommt. In Neustadt gibt es zusätzlich einen Förderverein des öffentlichen Brandschutzes der Stadt Neustadt. Es ist ein gemeinnütziger Verein, der das öffentliche Interesse am Vorbeugenden Brandschutz unterstützt. Gleichzeitig sind nur durch ihn die geselligen und kameradschaftlichen Aktivitäten für und mit den Kameraden möglich. Der Verein ist ebenfalls Ausrichter diverser öffentlicher Veranstaltungen. Dazu zählen zum Beispiel die Gerätehausfeste, das Maibaum setzen, die Beteiligung an den Straßenfesten und ähnlichem. Alle diese Aktivitäten werden komplett außerhalb der eigentlichen Feuerwehrarbeit durchgeführt. Die dabei erwirtschafteten Mittel werden hauptsächlich für die Feuerwehr eingesetzt. So wurden zum Beispiel einzelne Ausrüstungsgegenstände und digitale Fototechnik für die Dokumentation von Einsätzen beschafft, die der Feuerwehr zur Verfügung gestellt wurden. Auch die Jugendfeuerwehr hat in dem Verein einen Paten, der bei manchen Schwierigkeiten weiterhilft. Somit unterstützt der Verein und alle seine Mitglieder, die zum Teil auch fördernde Nicht- Feuerwehrleute sind, die Pflichtaufgabe der Stadt............. wurde am 5. Juli 1926 von der Wehr in Besitz genommen. Für damalige Verhältnisse großzügig gebaut, erfüllte es auch nach dem Einzug modernerer Technik in den 60er und 70er Jahren seinen Dienst. Mit der Zeit stiegen jedoch die Ansprüche. In dem alten Gerätehaus gab es keine sanitären Anlagen - es waren lediglich zwei Handwaschbecken vorhanden. Ein Schulungsraum für die theoretische Ausbildung wurde in einem Nachbargebäude angemietet. Die damals neuen Fahrzeuge auf W50 - Fahrgestellen waren so breit, dass sie nur mit angeklappten Seitenspiegeln und jeweils 2-3 cm Platz auf jeder Seite durch die Einfahrten passten. 1992 erhielten wir unser erstes neues Fahrzeug nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten. Es war ein Tanklöschfahrzeug TLF16/24 auf einem Mercedes-Fahrgestell. Trotzdem es ein relativ kleines Fahrzeug war, passte es nicht durch die Tore in der Fahrzeughalle - es war einfach zu hoch. Aus der Not geboren wurde die Idee verwirklicht, eine Stellfläche in der Halle tiefer zu legen. Möglich wurde das nur dadurch, dass eine Stellfläche im Gegensatz zu den Anderen nicht unterkellert war. Auf Grund all dieser Unzulänglichkeiten machte sich der Bau eines neuen Gerätehauses zwingend erforderlich. Der Beschluss des Stadtrates sah die Sanierung des Altbaues mit einem großzügigen Anbau mit neuen Stellflächen und weiteren Funktionsräumen vor. Gebaut wurde von 1996 bis 1997.Wir haben jetzt 5 LKW-Stellflächen im neuen Teil des Gerätehauses. Im alten Gerätehaus nutzen wir noch drei Stellflächen für die kleineren Fahrzeuge.Hinter dem Gerätehaus befindet sich der Parkplatz für die Einsatzkräfte. Damit ist gesichert, dass Kameraden die in das Gerätehaus eilen, nicht mit ausrückenden Einsatzfahrzeugen in Konflikt kommen. Bei einer Alarmierung über Funkmeldeempfänger (Piepser) ist die Eingangstür automatisch geöffnet. Außerdem ertönt am Tag eine Warnhupe (zur Warnung spielender Kinder am Gerätehaus) und bei Nacht schaltet sich die Beleuchtung des Parkplatzes automatisch ein.Der Verbindungsbau zwischen dem alten und dem neuen Teil des Gebäudes beherbegt unsere Einsatzleitzentrale. Bei Großschadensereignissen wie Hochwasser oder Sturmschäden werden von hier aus alle Einsätze im Stadtgebiet koordiniert, um die Rettungsleitstelle in Pirna zu entlasten. Bei jedem Einsatz ist sie besetzt und unterstützt die Einsatzkräfte vor Ort logistisch.In der Fahrzeughalle steht unsere Technik unter optimalen Bedingungen für den Einsatz bereit. Im Bild unser LF16/12 mit angeschlossenen Versorgungsleitungen für Pressluft und Ladestrom sowie der Abgasabsaugung. Zwischen dem Eingang und der Fahrzeughalle befinden sich die Umkleideräume für die Kameradinnen und Kameraden. Jeder hat einen Spind mit der persönlichen Schutzausrüstung, die vor jedem Einsatz angelegt werden muss. Nach dem Einsatz haben wir die Möglichkeit zu duschen.In der oberen Etage befinden sich die Schulungsräume für die aktiven Einsatzkräfte (rechts) und die Jugendfeuerwehr (links). Außerdem haben wir eine eigene Atemschutzwerkstatt. Dort können wir Atemschutztechnik prüfen und reparieren und unsere Pressluftflaschen füllen. Der alte Schlauchturm wurde saniert und wird heute zum Trocknen der Schläuche sowie für die Ausbildung genutzt.Neben der Aus- und Weiterbildung steht bei uns in der Feuerwehr natürlich auch der Wettkampf auf dem Plan. Wir vergleichen unser Können, unsere Geschicklichkeit und die Schnelligkeit regelmäßig mit anderen Wehren in der näheren Umgebung. Dazu dient ein Wettkampf, der bei uns volkstümlich "Rammelangriff" genannt wird. Inhalt ist der schnellstmögliche Aufbau einer Pumpe mit dazugehörigen Saugschläuchen, B-Schläuchen, Verteiler, C-Schläuchen und Strahlrohren mit dem Ziel einen Behälter in schnellstmöglicher Zeit mit Wasser zu füllen. Alle Materialien liegen für jede Mannschaft unter gleichen Bedingungen auf einem Podest bereit. Sieger ist die Mannschaft mit der kürzesten Zeit für den kompletten Aufbau der Wasserversorgung und dem Füllen des Zielbehälters. Die besten Zeiten liegen hierbei zwischen 30 und 40 Sekunden!Auf diesem Foto sehen Sie die zur Zeit im Einsatz befindliche selbstfahrende Technik der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt in Sachsen. Für weitere Infos klicken Sie bitte das entsprechende Fahrzeug an. Der Kdow und der MTW wurden inzwischen gegen neue Fahrzeuge ausgetauscht. Das "Gruppenbild" der Fahrzeuge wird zu einem späteren Zeitpunkt aktualisiert. Zusätzlich zu der hier abgebildeten Technik sind als Anhängefahrzeuge vorhanden: ein Pulverlöscher 250kg, ein Fw-A Umwelt, eine Gulaschkanone sowie als zusätzliches Transport- und Zugfahrzeug ein LKW Daimler - Benz LA 911 Baujahr 1977. Unser Kommandowagen (Kdow) wurde am 05.02.2011 unserer Wehr übergeben und in Dienst gestellt. Es ist ein Nissan X-Trail, der original in silber metallic lackiert ist. Er wurde im feuerwehrtypischen Design mit Kunststofffolie beklebt. Der Schrankausbau im Kofferraum wurde durch die Fa. Fischer in Dresden installiert. Funkrufname: Florian Neustadt 11/1 Besatzungsstärke: 1:1 Das Fahrzeug befördert im Einsatzfall den Zugführer (ggf. Einsatzleiter) an die Einsatzstelle. Als feuerwehrtechnische Beladung wurde die Wärmebildkamera, der Ziehfix (Türöffnungsgerät), ein 6kg Pulverlöscher, eine Handlampe, diverse Feuerwehrpläne sowie ein 2m und 4m Handfunkgerät verlastet. Unser Mannschaftstransportwagen Ford Transit wurde als Ersatz für den Opel Movano beschafft, der einen Motorschaden hatte. Funkrufname: Florian Neustadt 19/1 Besatzungsstärke: 1:7 Acht Kameraden haben auf drei Sitzreihen ausreichend Platz. Die feuerwehrtechnische Beladung beschränkt sich auf ein 4m- Funkgerät, ein 2m Handfunkgerät, eine Handlampe und einen 6kg ABC - Pulverlöscher. Als Zusatzausstattung besitzt der MTW eine Webasto-Standheizung und der Boden im Mannschaftsraum wurde mit Riffelblech verstärkt. Außerdem wurde durch die Fa. Rinke Metallbau in Einzel-anfertigung eine Halterung für Atemluftflaschen hergestellt, die bei Bedarf eingebaut und mit dem Fahrzeug fest verbunden werden kann. Damit können die Flaschen den Unfallverhütungsvorschriften entsprechend sicher befördert werden. Unentbehrlich ist das Fahrzeug für die Arbeit der Jugendfeuerwehr, da diese kein eigenes Fahrzeug besitzt. Fahrgestell: Besatzung: Funkrufnahme: Fiat 1 : 3Florian Neustadt 91 / 1 Unser ErkKw - Erkundungs Kraftwagen Einsatzgebiet: ABC-Einsätze Das Fahrzeug ABC-ErkKW dient dem Messen, Spüren und Melden radioaktiver und chemischer Kontamination, der Suche nach radioaktiven Trümmern und der Kennzeichnung und messtechnischen Überwachung kontaminierter Bereiche auch abseits befestigter Wege. Die Besatzung besteht aus 4 Personen. Mit der verlasteten Ausstattung können radiologische und chemische Messwerte sowie Ortskoordinaten automatisch erfasst und -soweit erforderlich- nach rechnergestützer Aufbereitung an die Leitstelle übermittelt werden. Sowohl Probennahme als auch die Erfasung lokaler Wetterdaten ist mit der Ausstattung des Fahrzeugs möglich. Für 2 Personen werden Pressluftatmer und Chemikalienschutzanzüge mitgeführt. Die Funkausstattung besteht aus einem Fahrzeugfunkgerät FuG 8b-1 und zwei Handprechfungeräten FuG 11b (+ 2 EX 2m Geräte)Fahrgestell: Mannschaft:S 4000 "Sachsenring" Baujahr: 1958 1 Maschinist 1 Trupp Unser Schlauchwagen ist das älteste Fahrzeug unserer Wehr! Es ist voll einsatzbereit und fährt entsprechende Einsätze auch voll mit. Um den heutigen Anforderungen an die Technik gerecht zu werden, wurde die Beladung weitestgehend aktualisiert. Ebenso ist das Fahrzeug mit einem modernen BOS 4m Funkgerät ausgerüstet. Neben umfangreichen Schlauchmaterial ist eine TS 8 vorhanden. Das Fahrzeug selbst ist noch im Originalzustand. Das Betrifft insbesondere den Kofferaufbau sowie den Lack, der niemals erneuert wurde und immer noch glänzt! Auch der Motor ist noch ein original S 4000 - Motor und wurde nicht - wie so oft - durch einen W 50 Motor ersetzt. Die Zuverlässigkeit der alten Technik hat dieses Fahrzeug auf der Fahrt über Autobahnen von Neustadt in Sachsen nach Neustadt an der Donau anläßlich einer Technikschau in Neustadt an der Donau unter Beweis gestellt. Die doch erhebliche Entfernung überwand unser "Veteranenfahrzeug" ohne fremde Hilfe aus eigener Kraft und ohne Zwischenfälle.Unser Tanklöschfahrzeug wurde 1992 in Dienst gestellt. Gebaut wurde es in den Feuerlöschgerätewerk Luckenwalde. Der Wassertank fasst 2.400 Liter Wasser. Die Pumpe im Heck hat eine max. Förderleistung von 1.600 Liter pro Minute. Ein Strahlrohr, wie es für Wohnungsbrände im Innenangriff verwendet wird, hat eine Durchflussmenge von ca. 300 Liter pro Minute.Unser Rüstwagen 1 wurde durch den Landkreis Sächsische Schweiz gekauft und bei uns in Neustadt stationiert. Das Fahrzeug hat sich bewährt und manchem Verunfallten das Leben gerettet. Er ist nach DIN bestückt und führt unter anderem mit: * hydr. Rettungssatz (Schere, Spreizer, Zylinder) * Niederdruck- und Hochdrucklufthebekissen * Abdichtkissen * Beleuchtungssatz/Teleskoplichtmast * Ölwehr einschl. Gefahrgutpumpe * Stromgeneratoren (im Fahrzeug festinstalliert 380 V - 12 kVA; transportabel 220 V - 7,4 kVA)Dieses LF 16 wurde 1998 der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt als Fahrzeug für den Katastrophenschutz zugeführt und ersetzt das alte LF 16 nach 30 Dienstjahren. Das neue LF 16 hat neben der "normalen" Bestückung eine umfangreiche zusätzliche Ausrüstung an Bord. So ist auf dem Fahrzeug zum Beispiel ein kompletter Rettungssatz, bestehend aus Rettungsschere, Spreizer und Hubzylinder, sowie ein Stromgenerator mit Beleuchtungsmast installiert. Außerdem ist noch ein Wassertank mit einem Volumen von 1.200 l vorhanden. Mit dieser Ausrüstung kann dieses Fahrzeug bei Bränden im Erstangriff sowie der weiteren Brandbekämpfung effektiv eingesetzt werden. Ein Einsatz bei technischen Hilfeleistungen nach Verkehrsunfällen ist ebenfalls möglich, ohne das weitere Fahrzeuge benötigt werden.Diese Drehleiter wurde als Vorführfahrzeug von der Firma Metz im Jahre 2006 beschafft. Die Indienststellung bei unserer Wehr erfolgte im Dezember 2006. Der Leiterpark hat eine Gesamtlänge von 32m. Die maximale Rettungshöhe mit angebautem Rettungskorb beträgt 30m. Mit diesem Fahrzeug können wir Menschen schnell aus großen Höhen retten. Da der Rettungskorb auch im negativen Neigungswinkel, also schräg nach unten, ausgefahren werden kann, ist auch eine Rettung aus Gewässern oder an Böschungen möglich. Es können nahezu alle Krankentragen (die der europäischen Norm entsprechen) an dem Korb befestigt werden. Somit können auch verletzte oder bettlägerige Personen aus Höhen von bis zu 30m gerettet werden. Im Gegensatz zu unserer alten Drehleiter auf W50 Fahrgestell müssen Personen aus Gefahrensituationen nicht mehr die 30m Leiter klettern, sondern können mit dem Rettungskorb wie mit einem Fahrstuhl schnell und sicher aus Gefahrensituationen evakuiert werden. Die Tragfähigkeit des Korbes beträgt 270kg, was drei erwachsenen Personen entspricht. Natürlich wird dieses Fahrzeug auch oft zur Brandbekämpfung eingesetzt. Dazu wird ein Schlauch in den Leiterpark verlegt, sodass man am Korb ausreichend Löschwasser zur Verfügung hat. Nun kann wahlweise in brennende Gebäude eingestiegen werden (mit Wasser am Strahlrohr) oder über einen Monitor von oben gelöscht werden. Falls die Brandräume nach der Brandbekämpfung noch verqualmt sein sollten, kann das auf dem Fahrzeug befindliche Belüftungsaggregat (siehe Bild oben) zur Belüftung eingesetzt werden. Feuerwehrleute kennen den Heiligen Florian als ihren Schutzpatron. Sein Bekanntheitsgrad wird durch einen Blick in jeden Katalog irgend eines Feuerwehr-Versandhandels offenkundig. Das sogenannte Floriansprinzip ist sprichwörtlich, eine ursprünglich scherzhaft gemeinte, sinnwidrige Umkehrung der alten Anrufung des Heiligen:"Heiliger St. Florian, beschütz mein Haus, zünd andere an."Weniger bekannt hingegen ist, wie der Florian zum Heiligen der Feuerwehr und Schutzpatron gegen das Feuer wurde. So alt wie die Menschheit ist ihr Trachten, sich bei Nöten des Leibes und der Seele eines Schutzes oder der Hilfe überirdischer Mächte zu versichern. So wird der "Heilige St. Florian" seit dem 15. Jahrhundert gewöhnlich mit einem kleinen Kübel oder Eimer dargestellt, aus dem er Wasser ins Feuer gießt. Seit dieser Zeit ist auch belegt, daß er in Feuersnöten um Hilfe angerufen wurde. In der Legende des Heiligen gibt es keinen Bezug zum Feuer. Sie berichtet, daß Florian nach Verurteilung des Wassertodes gestorben ist. Das Volk wußte von ihm noch anderes zu berichten. Von Mund zu Mund wurden wundersame Taten des Knaben Florian verbreitet. So entstand zusätzlich die Sage, der Heilige hätte schon als Kind ein Haus vor Feuer gerettet. Sie wurde durch den Bericht verstärkt, ein Köhler, der in einen brennenden Meiler gefallen wäre, hätte zum Heiligen St. Florian gebetet und sei gerettet worden. So bekam der zur Zeit der Christenhasser Diokletian und Maximian ertränkte Florian gegen Ende des Mittelalters die Attribute Feuer, Haus, Wasserkübel oder Krug. Der Heilige St. Florian wird deshalb oft als Krieger mit Schwert und Fahne, Wasserkübel in der Hand, brennendes Haus löschend, Stein um den Hals dargestellt. Am Gedenktag des Florians (5. Mai) wird besonders in Niederösterreich dieser Tag feierlich begangen. Ansonsten ist das Hauptverbreitungsgebiet des Heiligen in den südlichen Regionen zu finden. Erst als Symbolfigur der Feuerwehr wurde der Florian auch in Norddeutschland bekannt. Auf dem Gebiet der ehemaligen DDR erinnert eigentlich nur in Halberstadt eines der schönsten Fachwerkbauten der Stadt, das Hotel "St. Florian" (1578 erbaut und 1976-1979 restauriert), an die Legende des Schutzpatrons gegen Feuergefahr. Es gibt neben dem St. Florian noch andere christliche Schutzpatrone gegen Feuergefahr. Das sind u.a. die heilige Agatha (05.02), hl. Antonius der Große (17.01.), hl. Barbara (04.12.), hl. Donatus (07.08.), hl. Laurentius (10.08.), hl. Theobald von Thann (08.07.), hl. Wendelin (20.10.). Zusammengestellt nach einer Vortragsniederschrift von der Arbeitsgemeinschaft der LAG "Feuerwehrhistorik" Thüringen 1995 Sämtliche aktiven Turner des hiesigen Vereins haben es für gut und zweckmäßig gefunden, zu einem Chor zusammenzutreten, welches sich die Aufgabe gestellt hat, bei Feuersgefahr in hiesiger Stadt nach ihren Kräften zu retten und zu wachen, in der Weiße, wie es in dem hier beifolgenden Exemplare der, von der constituirten Schaar angenommenen Statutennäher gesagt und auseinandergesetzt ist. Der unterzeichnete Vorsteher des Turnvereins kommt nun dem Beschluße des Vereins nach und erlaubt sich die geehrten Vertreter der hiesigen Stadt von diesem Vorhaben hierdurch in Kenntnis zu setzen und die erwähnten Statuten zur Begutachtung vorzulegen. Sollte das Vorhaben der Feuer-Rettungs-Schaar den Ansichten und etwaigen Beschlüßen des Stadtrath und der Stadtverordneten entsprechen, so erlaubt sich der unterzeichnete Vorsteher im Namen und Auftrage des Turnvereins die geehrten Coolegien ergebenst zu bitten: ""Im Fall es dieselben für gut heißen sollten, die Statuten der Feuer-Rettungs-Schaar in der Zeitung für's Meißner Hochland bekannt zu machen, sowie dieselben besonders abdrucken zu laßen und jedem Mitgliede derselben ein Exemplar einzuhändigen, sowie auch, wenn die geehrten Vertreter der Stadt bei einer künftig an einem öffentlichen Gebäude zu erfolgenden Probeablegung einsehen, daß das Vorhaben genannter Schaar bei einer etwa entstehenden Feuersgefahr nicht ohne Erfolg bleiben würde, zu Anschaffung der zur Rettung nothwendigen, mit wenigen Geldmitteln verknüpften Apparate an Seilen, Beilchen und Gurten aus der Stadtkaße ihre Genehmigung zu ertheilen."" dieser Beitrag soll die Geschichte unserer nunmehr 160 Jahre alten Freiwilligen Feuerwehr Neustadt in Sachsen umreißen. Einige Berichte über andere Feuerwehren unseres Landes (und auch unseres Landkreises) nennen ein Alter dieser, die den Anschein erwecken, die Neustädter Wehr ist eine ganz junge. Es soll hier jedoch bemerkt werden, dass diese an ihrem Gründungstage die zweitälteste Freiwilligen Feuerwehr im sächsischen Lande war. Seit der Eingliederung der Stadt Görlitz in Sachsen nimmt sie nunmehr Platz drei ein. Seit der Mensch das Feuer für seine Zwecke nutzt, gibt es Situationen, bei denen aus dem Nutzen Schaden wird. Und seit dieser Zeit wehrt sich der Mensch in irgend einer Form dagegen. Nach der Besiedelung von Neustadt gab es immer wieder Brände, auch verheerende. Alfred Meiche bezieht in seiner historischen Beschreibung unseres Lebensraumes auch diese mit ein. Dem Feuerschutz wurde die notwendige Beachtung geschenkt, bereits in den „Landesherrlichen Feuer-Ordnungen“ von 1717 wurde die Bürgerschaft verpflichtet alles zur Verhütung von Feuersgefahr zu tun. Damit gab es auch in Neustadt eine Pflichtfeuerwehr, in der vor allem junge Bürger u.a. zur Gewitterwache verpflichtet wurden oder bei Ausbruch eines Brandes konkrete Aufgaben zu übernehmen hatten. Mit der „Feuer-Ordnung“ vom 24. Oktober 1810 ist eine erste namentliche Aufstellung derer erhalten, die z.B. für das Betreiben „der großen Feuer – Spritze unter Direction des Herrn Stadtschreiber Häntzsche“ festgelegt waren. Die ersten Aufzeichnungen zum Feuerlöschwesen der „Stadt Neustadt bei Stolpen“ gibt es von 1766 mit Aussagen zum Kauf einer neuen Feuerspritze für die Stadt. Das Wort „Freiwillige Feuerwehr“ definiert jedoch eine freiwillig agierende geordnete Formation mit einer klaren Aufgabe. Und so beginnt die Geschichte unserer Freiwilligen Feuerwehr Neustadt in Sachsen am neunten Juli des Jahres 1849. Mitte des 19. Jahrhunderts pulsierte in Neustadt das Handwerk in allen Facetten. 1848 gründete sich auch der Turnverein der Stadt. Dieser ist als Vater der Neustädter Freiwilligen Feuerwehr anzusehen. Im Protokoll der Turnratssitzung vom 02. Juli 1849 steht zu lesen: "In der nächsten Vereinsversammlung soll auch darüber gesprochen werden, ob für Neustadt von den aktiven Turnvereinsmitgliedern ein Freikorps zum Löschen und Retten bei Feuersgefahr gebildet werde“. Nur eine Woche später, am 09. Juli 1849, fand auf der Böhmischen Straße im Haus des sogenannten „Kastanien-Wenzels“ (heute das unbebaute Eckgrundstück vor Blumen Clauß gegenüber Fleischer Burckhardt) diese Versammlung statt. Der sehr rührige Vereinsvorsteher August Voogt hatte es innerhalb einer Woche geschafft, für dieses Korps die entsprechenden Statuten auszuarbeiten. Selbige wurden genehmigt und zum Beschluss erhoben und alle siebzehn zur Versammlung anwesenden Turner erklärten ihren Beitritt zu der damit gegründeten Feuer-Rettungs-Schaar. Somit ist der 9. Juli 1849 der Geburtstag unserer Freiwilligen Feuerwehr Neustadt in Sachsen. Löscharbeiten, Rettung von Menschenleben und deren Hab und Gut aus brennenden Häusern sowie die Bewachung der geretteten Sachen waren Aufgaben der Rettungsschar. Turnvereinsvorsteher August Voogt stand der Schaar bis September 1858 vor. Das ebenfalls 1849 durch die Feuer-Rettungs-Schaar gegründete Gesellschaftstheater diente auch der Finanzierung des eigenen Inventars. Dieses war 1853 bereits sehr ansehnlich, es gehörte bereits eine Feuerspritze dazu, und hatte einen Gesamtwert von 188 Thalern. Diese Spritze baute der Berthelsdorfer Spritzenbauer Friese. Eine baugleiche Spritze wird der Nachwelt durch die Feuerwehr in Berthelsdorf erhalten. Am 8. Mai 1853 teilten die Vorstände des Gesellschaftstheaters dem Stadtrat mit, dass im Falle einer Auflösung der Feuer-Rettungs-Schaar alles Eigentum selbiger „sofort Eigentum der Stadt werden solle“. Ein Jahr später, am 30. Mai 1854, teilte die Amtshauptmannschaft Pirna der Stadt mit, dass die Feuer-Rettungs-Schaar aufzulösen ist. Hintergrund waren frühere im Turnverein organisierte Mitglieder mit demokratischen Gesinnung die sich auch bei den sächsischen Maiaufständen 1849 „namentlich vielfach kundgegeben“ hatten. Die Schaar nahm jedoch illegal ihre freiwillig übernommene Aufgabe weiter wahr. Nach vier Jahren, am 8. September 1858 genehmigte der Stadtrat das von Alwin Jänichen und neunzehn Konsorten, allesamt Mitglieder der aufgelösten Feuer-Rettungs-Schaar, eingereichte Gesuch zur Gründung einer „Feuer-Rettungs-Compagnie“. Diese sei in der Stadt vonnöten und von der Bürgerschaft dringend gewünscht. Erster Direktor der Compagnie war August Nitzschmann. Ihre Feuertaufe erhielt die Compagnie beim Brand der Schwabenmühle an der Berthelsdorfer Straße im Jahr 1862. Hier zeichnete sich die gute Ausbildung der Mannschaft aus und die Compagnie erhielt allgemein großes Lob. In diesem Jahr wurde auch die neue, noch heute erhaltene Vereinsfahne gestiftet. Von 1868 bis 1871 führte der Neustädter Tischlermeister Friedrich Lehmann die Compagnie. Er wurde von Alwin Jänichen abgelöst, der dieses Amt bis 1877 inne hatte. Nach dem großen Stadtbrand von 1871, welcher sich von Neustadt bis nach Langburkersdorf erstreckte, legte sich die Rettungs-Compagnie den Namen Feuerwehr zu. Grund dafür war, dass man nicht nur retten, sondern eine ordentliche Wehr sein wollte. Eine straffe Führung selbiger gehörte natürlich damals wie heute dazu. Von 1877 bis in das Jahr 1936 trug die Wehr die Bezeichnung „Freiwillige Turner-Feuerwehr“. Nur aktive Turner durften als Wehrmänner in den Reihen der Feuerwehr sein. Auch damals wurde auf Kraft und Sportlichkeit zur Erfüllung der Aufgaben großer Wert gelegt. Der erste Hauptmann der Turner-Feuerwehr war der bereits schon einmal mit der Führung beauftragte Friedrich Lehmann. Dieser bekleidete das Amt bis zum 5. Dezember 1887. Ihm folgte vom Tage an bis 31. Dezember 1919 Branddirektor Emil Domsch. Auch der erste Weltkrieg forderte von der Neustädter Feuerwehr seinen Tribut. Bereits zwei Tage nach Kriegsausbruch waren 12 Kameraden eingezogen. Noch heute erinnert eine Gedenktafel am Feuerwehrgerätehaus auf der Struvestraße an die gefallenen Kameraden. Am 01. Januar 1920 übernahm Branddirektor Bernhard Berge nach 32 -jähriger Tätigkeit von Emil Domsch die Führung der Wehr. Er bekleidete dieses Amt bis zum 11. September 1936. Eines seiner schönsten Erlebnisse dürfte wohl die Inbesitznahme des neuerbauten Gerätehauses auf der damaligen Sebnitzer Straße, der heutigen Struvestraße sein. Am 5. Juli 1926 wurde der Feuerwehr ein für damalige Verhältnisse hochmodernes Gerätehaus zur Nutzung übergeben. Die Ausrüstung wurde in den Folgejahren u.a. um eine 16m – Magirus-Leiter, 1929 mit dem Kauf einer Motorspritze der Firma Schöne aus Hellerau und im Jahr 1930 mit der Beschaffung eines Mannschaftswagens ergänzt und modernisiert. Durch eine Reichsverordnung vom 8. Mai 1936, musste sich die Feuerwehr vom Turnverein trennen. Dieser hatte sie 87 Jahre lang betreut und in jeglicher Beziehung unterstützt. Aus der Feuerwehr wurde eine Hilfspolizeitruppe, die sogenannte Feuerlöschpolizei. Die Führung oblag von 1936 bis in das Jahr 1946 den Kameraden Walter Sauer, Johannes Hamann und Fritz Loose. Die wechselnde Führung war dem 1939 ausgebrochenem zweiten Weltkrieg und dem damit verbundenen Gang vieler Kameraden in den Krieg geschuldet. Irgendwie musste die Feuerwehr zum Schutze der Bürgerinnen und Bürger am Leben erhalten werden. Es wurden passive Kameraden zum Dienst aufgefordert, Kraftfahrer verpflichtet und auch eine Frauengruppe gebildet. Johannes Hamann schreibt in seinem Jahresbericht für das Geschäftsjahr 1939/40 u.a. „...das Jahr brachte uns mannigfaches Weltgeschehen, war für unsere Turner-Feuerwehr nicht ein Jahr zielbewusster Aufbauarbeit, sondern ein Jahr, das alles organisatorisch Festgefügte durcheinander warf.“ Auch dieser Krieg forderte wieder Opfer in den Reihen unserer Feuerwehr. So kam ein Kamerad ums Leben, als die Neustädter Feuerwehr in Dresden nach den verheerenden Luftangriffen beim Löschen half. Aber auch unsere Stadt wurde in den letzten Kriegstagen schwer zerstört. Dabei verlor die Feuerwehr ihre gesamte Ausrüstung, darunter die Motorspritzen und den Mannschaftswagen. Heimkehrende und die wenigen, in Neustadt verbliebenen Kameraden, nahmen als Helfer der ersten Stunde ihren Feuerwehrdienst wieder auf. Im August 1945 wurde der Stadtverwaltung mit Befehl der zuständigen Militäradministration die Sicherung des Brandschutzes übertragen. Am 1. Januar 1947 übernahm Rudi Katzer die Leitung der Feuerwehr. Diese wird seitdem unter der Bezeichnung „Freiwillige Feuerwehr Neustadt in Sachsen“ geführt. Am 9. Juli 1949 feierte unsere Freiwillige Feuerwehr ihr 100 –jähriges Gründungsjubiläum. Wenn es auch zu dieser Zeit an vielem fehlte, so wurde doch mit einem umfangreichen Programm und vielen Gästen aus Nah und Fern dieser denkwürdige Tag begangen. Den Höhepunkt bildete am 10. Juli eine Großangriffsübung der Freiwilligen Feuerwehren von Neustadt, Langburkersdorf und Polenz am Cafe’ Hempel (Böhmische Straße 1). Unterstützt wurden die Kameraden dabei durch einen Zug der Freiwilligen Feuerwehr aus Pirna. Viele Feuerwehren erwiesen der Neustädter Freiwilligen Feuerwehr ihre Referenz.. Auch aus Dresden war Besuch mit einem großen Geschenk gekommen. Vom Sächsischen Landesbrandschutzamt wurde der Neustädter Feuerwehr ein Löschfahrzeug auf Fahrgestell Opel Blitz 3,6 übergeben. Dieses Fahrzeug versah bis 1975 seinen Dienst, wurde dann noch zu Hydrantenkontrollen eingesetzt und 1983 endgültig ausgemustert. Es befindet sich heute im Privatbesitz eines Berthelsdorfer Feuerwehrkameraden, der dieses Fahrzeug mit Liebe und Akribie von Grund auf neu entstehen ließ. Die dafür investierte Zeit kann hier nicht in Zahlen ausgedrückt werden, für den Erhalt kann man nur Danke sagen. Sowohl in der Struktur der Wehr gab es in den darauffolgenden Jahren des öfteren Änderungen, auch die Technik wurde mit den Jahren immer moderner. Ab dem Jahr 1950 wurde der „Vorbeugende Brandschutz“ ein fester Bestandteil der Feuerwehrarbeit. Im Oktober 1955 das sogenannte Zentralkommando Neustadt gebildet. Diesem Zentralkommando unterstanden alle umliegenden Wehren. Es wurde von Walter Sauer geleitet. Seine Stellvertreter waren Ehrenreich Hänsel, Hans Knecht aus Neustadt und Wenzel Riedel aus Langburkersdorf. Auch ein Katastrophenschutzzug gehörte dazu. Die Leitung des selbigen oblag dem Neustädter Baumeister Kurt Domsch. Zur Hochwasserkatastrophe 1957 in Pirna war auch eine Gruppe der Neustädter Feuerwehr tagelang im Einsatz. Im Mai 1958 wurde das Zentralkommando in den Wirkungsbereich Neustadt umbenannt. In gleicher Form der Zusammenarbeit gibt es heute die Gemeindefeuerwehr Neustadt, nur mit dem Unterschied, alle Mitglieder sind heute gleichberechtigt. Leider wurde in dieser Zeit durch die Anschaffung bzw. Zuführung von moderner Technik viel altes weggeworfen und entsorgt. So wurden die beiden voll funktionsfähigen Handdruckspritzen, welche bis in die sechziger Jahre in den Stadtscheunen untergebracht waren, demontiert und dem Verfall preisgegeben. Die hölzerne Magirus-Leiter wurde nach der 1963 erfolgten Indienststellung einer 18 Meter -Ganzstahlleiter noch einige Jahre privat genutzt, wurde dann aber auch ein Opfer der Kreissäge. Fehlende Unterbringungsmöglichkeiten in der Stadt und mangelndes Interesse der Stadtoberen am Erhalt derartiger Zeitzeugen sind die Ursachen für die Vernichtung. Die Geschicke der Wehr lagen vom 01. März 1954 bis zum 02. Januar 1961 in den Händen von Paul Gnauck, vom 03.01.1961 bis zum 31. Dezember 1964 in den Händen von Wolfgang Mühle und ab vom 28. Januar 1965 bis zum 26. Januar 1979 in den Händen von Walter Kopprasch. Die an die Kameraden gestellten Aufgaben wurden stets vorbildlich erfüllt. Die Zuführung von Löschtechnik erfolgte zentral. So ein kleines Städtchen, wie es Neustadt in den sechziger Jahren war, erhielt meist „gebrauchte“ Technik, meist von Berufsfeuerwehren, wie z.B. ein Tanklöschfahrzeug 15 auf Fahrgestell H3A. So war es für die Kameraden der Wehr ein besonders erhebendes Gefühl, 1969 als erste Freiwillige Feuerwehr des Bezirkes Dresden ein modernes und vor allem fabrikneues Löschgruppenfahrzeug 16 (1.600 Liter Förderleistung der eingebauten Feuerlöschkreiselpumpe pro Minute) auf Fahrgestell W 50 in Empfang zu nehmen. Dieses Fahrzeug war fast 30 Jahre lang ein treuer Begleiter der Neustädter Feuerwehr und hat auch so manchen schwierigen Einsatz erlebt. 1998 wurde es von einem modernen leistungsfähigerem Löschfahrzeug abgelöst. Auf Drängen des Rathauses musste das nun ausgemusterte und auch stark reparaturbedürftige Fahrzeug schnell verschwinden. Mit der Arbeitsgemeinschaft Feuerwehrhistorik in Riesa wurde ein Partner gefunden, der dieses Fahrzeug aus der sogenannten „0-Serie“ übernahm, wieder aufbaute und somit der Nachwelt erhielt. Auch bei den Feuerwehren gab es Wettbewerbe, die sogenannten Leistungsstufen. Um die Leistungsstufe II zu erreichen, war die Integration von Frauen in die aktive Wehr Voraussetzung. Was im Krieg aus der Not geboren praktiziert worden war, wurde jetzt Bestandteil. Und so wurde auch 1969 in Neustadt eine Frauenlöschgruppe gebildet. Das Haupteinsatzgebiet lag neben dem operativen Dienst hauptsächlich in der Durchführung von Brandschutzkontrollen, also im vorbeugenden Sektor. Bereits im Jahr 1963 wurde an der Friedrich-Schiller- Schule an der Bischofswerdaer Straße eine Arbeitsgemeinschaft „Junge Brandschutzhelfer“ gegründet und durch die Kameraden Helmut Stiebitz und Fritz Palland geleitet. Am 01. Januar 1974 erfolgte die Eingliederung der bis dato selbständigen Freiwilligen Feuerwehr Krumhermsdorf als Kommandostelle von Neustadt. In diesem Jahr wurde auch das 125- jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt gefeiert. Um einen geeigneten „Rahmen“, besonders in punkto der Versorgung mit Speisen und Getränken zu haben, fanden die Feierlichkeiten während der damals jährlich stattfindenden Betriebsfestspiele der Fortschrittwerker statt. Neben Festball, Wettkämpfen im Feuerwehrkampfsport, einer Großübung unter Teilnahme aller Feuerwehren des Wirkungsbereiches und der Betriebsfeuerwehr des Fortschrittwerkes wurde im und um das Gerätehaus eine gelungene Ausstellung über die Feuerwehrgeschichte unserer Wehr gezeigt. Hier war auch letztmalig der im Bild zu sehende Zugkraftwagen „Steyr“ zu sehen. Auch ihn gibt es seit vielen Jahren nicht mehr. Im Jahr 1975 erhielt die Wehr ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug auf Fahrgestell W 50 mit Wendestrahlrohr auf dem Dach, einem größeren Wassertank (2.500 Liter) und einer Schaumlöschanlage. Dieses Fahrzeug löste das H3A-Tanklöschfahrzeug aus dem Jahr 1967 ab. Wenn auch die ureigenen Aufgaben der Feuerwehr gleich blieben, so wurde doch der Schwerpunkt in der damaligen DDR im vorbeugenden Brandschutz gesehen. Zur jährlich im Herbst stattfindenden Brandschutzwoche wurden vor allem Häuser und Wohnungen auf Brandsicherheit kontrolliert. Dem Grundsatz „Helfen in Not – ist unser Gebot“ waren und sind die Neustädter Feuerwehrleute jedoch immer treu geblieben. Vom 26. Januar 1979 bis zum 28. Januar 1983 führte Malermeister Eberhart Hammer die Neustädter Feuerwehr. In seiner Amtszeit begannen auch die Vorbereitungen auf das wohl herausragendste Ereignis dieser Zeit. Dies war zweifelsohne der 650. Geburtstag der Stadt Neustadt in Sachsen im Jahr 1983. Die Teilnahme am historischen Festumzug war für die Freiwillige Feuerwehr natürlich Ehrensache. Die Verantwortung für die Gestaltung des Bildes „Geschichte der Feuerwehr Neustadt“ wurde Peter Mühle übertragen. Unter Mitwirkung der Kameraden aus den Nachbarwehren und der Fortschrittwehr konnte ein imposantes Bild gestaltet werden, das heute noch vielen in Erinnerung ist. Die Organisation verlief jedoch nicht reibungslos. Als ein Beispiel dafür sei unsere Traditionsfahne von 1862 genannt. Über Jahre in feuchten Räumen gelagert, sah diese nach 120 Jahren auch dementsprechend aus. Mit dem damaligen Textilzirkel unter Leitung von Frau Irmgard Schulze war recht schnell ein möglicher „Restaurator“ gefunden. Nun fehlte es „nur“ noch am Material. Leinen, Seide, Tüll und die entsprechenden Baumwollfransen mussten beschafft werden. Mit Kamerad Walter Kopprasch hatte ich glücklicherweise einen Partner der vieles möglich machte. Er besorgte über den Kunstblumenbetrieb, in dem er arbeitete, das notwendige Material. Die aufgebrachte Nadelmalerei mit der kompletten Schrift konnte wiederverwendet werden. In vielen Stunden echter Handarbeit wurde die Fahne restauriert und somit erhalten. Sie wurde buchstäblich in letzter Minute vor dem großen Umzug fertig. Am Tage vor dem Festumzug trafen aus dem Erzgebirge endlich die lang erwarteten Baumwollfransen ein. Diese mussten noch mit schwarzen Tee eingefärbt und von Hand eingenäht werden. Stolz wurde die Fahne im Festumzug präsentiert. Sie ist die älteste im Landkreis erhaltene Feuerwehrfahne. Im Jahr 1983 erfolgte die Zuführung eines Schlauchwagens mit der damaligen Bezeichnung SKW – 14, ebenfalls als Gebrauchtfahrzeug von einer Berufsfeuerwehr. Dieses Fahrzeug, heute noch im Dienst, kann 1.400 Meter bereits fertig aneinander gekuppelte Schlauchleitung während der Fahrt verlegen. Es ist mit heute 52 Jahren das älteste Fahrzeug der Neustädter Feuerwehr, muss aber auch in den nächsten Jahren ersetzt werden. Geleitet wurde die Freiwillige Feuerwehr Neustadt ab dem 28. Januar 1983 für ein Jahr von Klaus Beher. Am 27. Januar 1984 übernahm den Staffelstab Bernd Kujau. Er führte die Wehr bis zum 03. September 1990, also auch in der Wendezeit. Die turbulenten Herbsttage des Jahres 1989 gingen auch an den Neustädter Feuerwehrkameraden nicht spurlos vorüber. Besonders junge Mitglieder unserer Wehr, welche in dieser Zeit ihren Dienst in der NVA versahen, mussten den Untergang des Systems der DDR hautnah miterleben. Zum Glück kamen alle wieder gesund nach Hause. Das Jahr 1990 brachte viele Veränderungen, sowohl im privaten Bereich eines jeden Kameraden als auch im Leben unserer Feuerwehr. In dieser Zeit ist es auch verständlich, dass ein jeder erst einmal mit sich selbst beschäftigt war und für die Feuerwehrarbeit nur sehr wenig Zeit zur Verfügung stand. Um so höher ist die Leistung jener Kameradinnen und Kameraden einzuschätzen, die neben ihren persönlichen Problemen stets ihre freiwillig übernommene Verpflichtung, anderen in Not geratenen Menschen zu helfen, erfüllt haben. Zu keiner Zeit war jedoch die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt in Sachsen gefährdet. Viele Feuerwehrleute besuchten bei ihrem ersten Aufenthalt in den alten Bundesländern natürlich auch die ortsansässige Feuerwehr und brachten ihre Fragen zum „Wie funktioniert das bei Euch?“ vor. Fast immer wurden die Kameraden freundschaftlich aufgenommen und bekamen ausreichend Antworten auf ihre Fragen. Eines der größten Ereignisse dieser Zeit war der alle 10 Jahre stattfindenden „Deutsche Feuerwehrtag“. Im Juni 1990 fand in Friedrichshafen am Bodensee der 26. statt. Endlich durften auch wir dabei sein. Tausende Feuerwehrleute aus ganz Deutschland trafen sich dort um zu fachsimpeln und Freundschaften zu knüpfen. Man staunte im Westen der Republik nicht schlecht, dass die bis dahin doch recht unbekannten „DDR-Feuerwehrleute“ auf dem Gebiet der Brandbekämpfung einen sehr hohen Ausbildungsstand beweisen konnten. Dafür war aber die nun als Aufgabe der Feuerwehr dazu gekommene „Technische Hilfeleistung“ völliges Neuland. In dieser Zeit wurden auch die beiden heute noch bestehenden Partnerschaften geknüpft. Das es gleich zwei sind ist der Tatsache geschuldet, dass zum damaligen Zeitpunkt auch noch zwei getrennte Feuerwehren in Neustadt existent waren, nämlich die Freiwillige Feuerwehr der Stadt und die Betriebsfeuerwehr der Fortschritt Erntemaschinen GmbH. Die Erstgenannte knüpfte Beziehungen nach Bayern zur Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Neustadt an der Donau und die Betriebsfeuerwehr gründete eine Freundschaft mit der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Stuttgart, Abteilung Botnang. Ebenfalls im Jahr 1990 erfolgte die Gründung der Ortsfeuerwehrverbände sowie des Kreisfeuerwehrverbandes als Interessenvertretung der Feuerwehrkameraden. Am 26. Mai 1990 wurde im ehemaligen „Fortschritt-Speisesaal“ der Kreisfeuerwehrverband Sebnitz ins Leben gerufen. Am 26. November des gleichen Jahres erfolgte die Gründung des Ortsfeuerwehrverbandes Neustadt, dem heutigen Feuerwehrverein Neustadt in Sachsen e.V.. Auch dieser trat dem Kreisfeuerwehrverband bei. Der Wirkungsbereich Neustadt wurde 1990 aufgelöst. Zur Jahreshauptversammlung am 22. Februar 1991 erfolgte erstmals eine Wahl der Wehrführung. Wehrleiter, Stellvertreter, Schirrmeister und die Kommandostellenleiter für Neustadt und Krumhermsdorf wurden von den Kameradinnen und Kameraden frei gewählt. Erster Wehrleiter dieser Nachwendezeit wurde der Kamerad Gunter Anton, welcher dieses Amt bis zum 30. November 1991 ausführte. Amtierend hatte er diese Aufgabe bereits seit dem 03. September 1990 wahrgenommen. Bedingt durch die drastische Verringerung von Produktion und Personal wurde auch die Unterhaltung einer Betriebsfeuerwehr der Fortschritt Erntemaschinen GmbH als nicht mehr notwendig angesehen. Deshalb vereinigten sich nach intensiver Vorbereitung am 02. Juni 1991 auf dem Marktplatz die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Neustadt und die Betriebsfeuerwehr. Die Betriebsfeuerwehr wurde damit nach 43 Jahren aufgelöst. 46 gutausgebildete Einsatzkräfte taten den Schritt in die städtische Wehr, jeder war dabei frei in seiner Entscheidung. Bis auf einen einzigen Kameraden blieben alle der Feuerwehr treu. Die nun ehemalige Betriebsfeuerwehr wurde zum 2. Zug der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt erklärt. Zwischen der Geschäftsführung der Erntemaschinen GmbH und der Stadtverwaltung wurde vereinbart, dass die gesamte Technik kostenlos übergeben wird. Mit klingendem Spiel zog die neue große Wehr zum Gerätehaus auf der damaligen Sebnitzer Straße. Wenn fortan auch nur eine Wehr existent war, so musste jedoch die Unterbringung der Fahrzeuge und Gerätschaft weiterhin in zwei voneinander getrennten Gerätehäusern erfolgen. Die Forderung nach einem größeren Gerätehaus wurde immer zwingender. Als im Herbst 1991 Gunter Anton sein Amt niederlegte, waren wieder Neuwahlen notwendig. Aus gesundheitlichen Gründen musste auch im August 1991 der Kommandostellenleiter Neustadt, Kamerad Siegfried Sobetzko, seine Tätigkeit einstellen. Bei der durchgeführten Wahl wurde mit großer Mehrheit Peter Mühle zum neuen Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt gewählt. Die Funktion des Kommandostellenleiters wurde nicht wieder besetzt. Am 25. Februar 1992 erfolgte mit 18 Mitgliedern die Gründung der Jugendfeuerwehr Neustadt in Sachsen. Sie trat an die Stelle der nicht mehr bestehenden Arbeitsgemeinschaften „Junge Brandschutzhelfer“ und ist aus den Feuerwehren nicht mehr wegzudenken. Trotz guter Pflege war über die Jahre hinweg die Einsatztechnik verschlissen. Am desolatsten war das seit 1975 in den Diensten unserer Feuerwehr stehende Tanklöschfahrzeug W 50. Bereits einmal grundinstandgesetzt, sollte dieses Fahrzeug als Erstes ersetzt werden. Mit Fördermitteln wurde ein neues Tanklöschfahrzeug 16/24 (1.600 l/min Pumpenleistung und 2.400 Liter Wasservorrat sowie Truppkabine) angeschafft. Es basiert auf einem Allradfahrgestell und wurde im Feuerlöschgerätewerk Luckenwalde ausgebaut. Dieses hochmoderne Fahrzeug wurde im März 1992 der Neustädter Wehr zur Nutzung übergeben. Seine große Feuertaufe hatte dieses Fahrzeug zur Waldbrandkatastrophe 1992 in Weißwasser. Bereits im November 1991 konnte unsere Feuerwehr als Geschenk unserer Partnerfeuerwehr aus Neustadt an der Donau einen gebrauchten Einsatzleitwagen in Empfang nehmen. Eine große Unterstützung bei der Führung von Einsätzen. Als weitere Beschaffungsmaßnahme wurde 1992 von der Werkfeuerwehr der Sächsischen Olefinwerke Böhlen ein 2. Löschfahrzeug 16 W-50 gekauft. Es löste das bis dahin im Gerätehaus „Fortschritt“ untergebrachte Löschfahrzeug ROBUR ab. Damit war auch an diesem Standort die Löschtechnik moderner geworden. Das wohl schönste Geschenk des Jahres bekam die Freiwillige Feuerwehr Neustadt im Dezember 1992. Aus den Händen des damaligen Sebnitzer Landrates Drexler erhielten wir die Schlüssel für einen Rüstwagen. Dieses Fahrzeug ist ausschließlich auf technische Hilfeleistung ausgerichtet, wie z.B. das Herausschneiden eingeklemmter Personen bei Verkehrsunfällen. Mit der Inbetriebnahme der Rettungsleitstelle in Pirna im Jahr 1993 wurde auch allmählich die Sirenenalarmierung durch digitale Funkmeldeempfänger, auch als „Piepser“ bekannt, abgelöst. Heute ist jeder aktive Feuerwehrkamerad /-in im Besitz eines solchen Melders. Das Jahr 1994 brachte weitere Veränderungen. Die Gemeinde Polenz wurde zum 01. Januar eingemeindet und damit stand auch eine zeitnahe Umbildung der Struktur der Feuerwehr auf dem Plan. Im Mai 1994 ging ein ebenfalls lang gehegter Wunsch der Neustädter Feuerwehrleute in Erfüllung. Eine von der Berufsfeuerwehr Dresden erworbene Drehleiter DL-30 des Baujahres 1988 wurde zur Nutzung durch Bürgermeister Dieter Grützner übergeben. Damit konnten nun alle hohen Gebäude in Neustadt mit einer Leiter erreicht werden. Am 04. Januar 1996 trat eine neue, in enger Zusammenarbeit der drei Ortsfeuerwehren Neustadt, Krumhermsdorf und Polenz entstandene und für alle zur Stadt Neustadt gehörenden Feuerwehren verbindliche Feuerwehrsatzung in Kraft. Dies war gleichzeitig die Geburtsstunde der Gemeindefeuerwehr Neustadt in Sachsen, welcher zu diesem Zeitpunkt neben der Stadt Neustadt noch die Ortsteile Krumhermsdorf und Polenz als selbstständige Ortsfeuerwehren angehören. Der Ortswehrleiter der Stadt Neustadt war gleichzeitig der Gemeindewehrleiter und gegenüber dem Bürgermeister für die Leistungsfähigkeit verantwortlich. Eines der wohl größten Ereignisse dieser Zeitepoche unserer Feuerwehr ist der Bau des neuen Gerätehauses. Nach vielen untersuchten Varianten des Standortes fiel die Entscheidung zum Anbau an das Gerätehaus auf der damaligen Sebnitzer Straße. Nachdem 1995 die Planungen stattfanden, erfolgte am 04. Juni 1996 um 08:00 Uhr der 1. Spatenstich durch Bürgermeister Dieter Grützner und Wehrleiter Peter Mühle. Nach Abschluss der Bauarbeiten, u.a. wurde der Schlauchtrockenturm in Eigenleistung erneuert, sowie einer gewaltigen „Umräumaktion“ aus dem Fortschritt-Gerätehaus und allen anderen dezentralen „Lagern“ konnte am Nachmittag des 29. August 1997 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung die feierliche Übergabe an die Freiwillige Feuerwehr Neustadt erfolgen. Ein sehr lang gehegter Wunsch auf ordentliche Bedingungen für die Wehr war endlich in Erfüllung gegangen. Anschließend erfolgte die Sanierung des Altbaus einschließlich der Wohnungen. Diese wurde im Juni 1998 abgeschlossen. Die Wehr wollte auch im Katastrophenschutz wieder tätig sein. Es wurden 20 Kameraden der Wehr ausgewählt, die sich bereit erklärten, als Helfer im Katastrophenschutz tätig zu sein. Auch besteht die Möglichkeit der Zuführung von Technik des Bundes oder des Landes. Der abgegebene Antrag wurde positiv entschieden und am 09. Juni 1998 konnte ein fabrikneues Löschfahrzeug 16/12, ein Fahrzeug mit Wassertank und Hilfeleistungssatz, in Empfang genommen werden. Es löste das bereits erwähnte Löschfahrzeug W 50 aus dem Jahr 1969 ab. Im gleichen Jahr begannen auch die Vorbereitung für das 150 –jährige Jubiläum unserer Feuerwehr. Es sollte ein herausragendes Fest werden und man kann sagen, die Anstrengungen haben sich gelohnt. Mit einem Festakt in der Stadthalle begannen im Beisein des damaligen Innenministers Klaus Hardraht und des Landrates Michael Geisler die Feierlichkeiten. Ein großes Festzelt auf dem Monte-Mare-Parkplatz bot allen Gästen ein unterhaltsames und abwechselungsreiches Programm. Neben einer im Stadtpark gestalteten historischen Übung mit der Nachahmung des Stadtbrandes von 1871 durch die Kameraden von Berthelsdorf und Langburkersdorf, zeigten die Neustädter gemeinsam mit den Polenzer und Krumhermsdorfer Kameraden ihr Können am Park-Hotel bei einem angenommenen Hotelbrand. Den Höhepunkt des dreitägigen Festes bildete am Sonntag der große Festumzug. Von den einfachsten Gerätschaften über pferdebespannte Handdruckspritzen und DDR-Technik bis zum modernsten Löschfahrzeug war alles vertreten. .Eingebettet waren die Feierlichkeiten in das 11. Treffen der „Neustadtfeuerwehren in Europa“. Hier treffen sich alle Feuerwehren der Neustädte in Europa, jedes Jahr an einem anderen Ort. Mit einem großen Höhenfeuerwerk fanden diese unvergesslichen Tage ihren Abschluss. Als Geschenk erhielt die Wehr einen von Landkreis und Stadt gemeinsam finanzierten Mannschaftsbus, der besonders für den Transport der Jugendfeuerwehr notwendig ist. Im Februar 2002 wurde die Katastrophenschutztechnik durch die Bereitstellung eines Erkundungskraftwagen vom Bund weiter ergänzt. Von diesem Fahrzeug gibt es im Landkreis drei Stück, sie arbeiten entweder einzeln z.B. bei Bränden oder gemeinsam bei größeren Schadstoffaustritten wie z.B. Chemieunfällen. Die Bedienung dieses Fahrzeuges erfordert ein hohes Maß an speziellem Wissen. Deshalb wurden auch Kameraden speziell dafür ausgebildet. Das Jahr 2002 sollte aber auch in anderer Hinsicht besonders in die Geschichte eingehen. Bis zum 12. August verlief alles in gewohnten Bahnen. Das Einsatzaufkommen war bis zu diesem Tag wie in jedem Jahr. Am Nachmittag des 12. August 2002 erfolgte eine Alarmierung des Katastrophenschutzlöschfahrzeuges nach Pirna mit dem Einsatzauftrag „Keller auspumpen“. Bereits auf der Anfahrt wurde dem Fahrzeug ein anderer Einsatzauftrag übermittelt – Menschenrettung in Weesenstein. Gemeinsam mit Feuerwehrkameraden aus dem Müglitztal versuchten die Neustädter Kameraden noch zu retten was zu retten war. Unser Fahrzeug war das letzte, was bei einem Wasserstand von ca. 90 cm den Ort Weesenstein auf der Strasse verließ. Eine im Wasser stehende junge Familie mit einem Säugling auf dem Arm waren die letzten Bewohner die zu diesem Zeitpunkt noch gerettet werden konnten. In den Abend- und Nachtstunden sowie am Dienstag wurde die Hilfe dann in Pirna fortgesetzt. Am 14. August wurde Technik und Mannschaft (einschließlich Feldküche) mit Hubschraubern in das Katastrophengebiet nach Weesenstein geflogen um dort die allergrößte Not zu lindern. Der Ort war auf dem Landweg nicht mehr erreichbar, die Bilder gingen um die Welt. Den dort lebenden Menschen ein wenig Mut zu machen sie zu versorgen und bei den Aufräumarbeiten zu unterstützen, war die erklärte Aufgabe. Die Eindrücke, die die eingesetzten Kameraden dort gewonnen haben, kann man nicht einfach beschreiben, sie werden aber für die Ewigkeit in Erinnerung bleiben. Weitere Kräfte unserer Wehr halfen im Raum Bad Schandau bzw. unterstützten die durchgeführten Evakuierungsmaßnahmen. Kameraden der Partnerwehr aus Neustadt an der Donau halfen ebenfalls mit im Katastrophengebiet. Aber auch das Unfallgeschehen in unserem Ausrückebereich war dramatisch. Innerhalb von nur 4 Wochen mussten durch die Kameraden unserer Wehr 6 getötete junge Menschen aus den Autowracks geschnitten werden. Auf Ersuchen des Gemeindewehrleiters wurde die Feuerwehrsatzung geändert. Die Funktion des Gemeindewehrleiters und des Ortswehrleiters der Stadt Neustadt wurden voneinander getrennt. Am 31. März 2003 beendete Peter Mühle seine Tätigkeit als Gemeindewehrleiter und führte ab sofort nur noch die Ortswehr der Stadt Neustadt. Zum neuen Gemeindewehrleiter wurde auf der folgenden Jahreshauptversammlung der Kamerad Gunter Anton gewählt, der diese Funktion auch heute noch bekleidet. Ende 2004 stellte nach einer gesundheitlichen Zwangspause Peter Mühle sein Amt als Wehrleiter zur Verfügung. Zur Jahreshauptversammlung 2005 waren damit Neuwahlen notwendig. Nach der Führung unserer Wehr vom 30. November 1991 an durch Peter Mühle übernahm am 1. April 2005 Steffen Waurich die Leitung der Ortswehr. Der große Wunsch der Wehr, endlich eine Drehleiter mit Arbeitskorb zu bekommen, wurde 2006 Wirklichkeit. Mit Fördermitteln für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit konnte eine moderne Drehleiter angeschafft werden. Mit modernster Elektronik ausgestattet, kann sicher bis in Höhen von 30 Metern gearbeitet werden. Eine Krankentragenlagerung gestattet u.a. auch, Menschen die nicht über ein Treppenhaus transportiert werden können, über die Leiter zu retten. Die W-50 Drehleiter wurde der Freiwilligen Feuerwehr in Velky Senov im benachbarten Tschechien übergeben. Mit dieser Feuerwehr verbindet die Neustädter Feuerwehr seitdem ebenfalls eine Partnerschaft. Mit der Eingemeindung der Gemeinde Hohwald in die Stadt Neustadt wurde auch die Gemeindefeuerwehr größer. Sie wuchs auf sieben Ortsfeuerwehren an. Neue Strukturen waren nicht notwendig, da sich die praktizierten bewährt hatten. Die Ortsfeuerwehren blieben alle selbstständige Einheiten, Bau- und Beschaffungsmaßnahmen sowie die Ausbildung außerhalb der Ortsfeuerwehr werden jedoch über die Gemeindewehrleitung gesteuert. Eine Zentralisierung solcher Einrichtungen wie die Bekleidungskammer, das Lager der Wasserwehr oder das Lager für Bindemittel wurde durchgeführt und gestattet ein wirtschaftlicheres Arbeiten. Ein weiter Fortschritt wurde mit der Schaffung eines hauptamtlichen Gerätewartes erreicht. Damit wird bei den Fahrzeugen und Geräten zum einen die Einhaltung der geforderten Prüffristen sicher gestellt und zum anderen eine ständige Einsatzbereitschaft gewährleistet. Unsere Neustädter Freiwillige Feuerwehr beging am 09. Juli 2009 ihren 160. Gründungstag. Es waren 160 bewegte Jahre mit Höhen und Tiefen in denen jedoch immer das Ziel erfüllt wurde, anderen, in Not geratenen Menschen zu helfen und ihr Hab und Gut vor der Vernichtung durch Flammen zu schützen. Und so soll es auch bleiben. Doch die demografische Entwicklung in der heutigen Zeit zwingt zur Suche nach Möglichkeiten der Optimierung von Einsatzstrategien. Viele unserer jungen Kameraden arbeiten auswärts oder sind aufgrund eines fehlenden Arbeitsplatzes ganz aus ihrer Heimatstadt weggezogen. Deshalb gebührt der Nachwuchsgewinnung über die Jugendfeuerwehr ganz besonderes Augenmerk. Getreu ihrem Wahlspruch „Einer für Alle und Alle für Einen“ wird die Freiwillige Feuerwehr Neustadt in Sachsen auch weiterhin ein Garant für schnelle und zuverlässige Hilfe für ihre Bürgerinnen und Bürger sein. 'Retten, löschen, bergen, schützen', so lautet ein Wahlspruch der Feuerwehren, und diese vier Worte umschreiben auch ganz treffend deren Aufgaben bzw. die Erwartungen, welche in unsere Feuerwehren gesetzt sind. Die Spezialisten der Freiwilligen Feuerwehren müssen nach einer Alarmierung sofort am Ort des Geschehens sein, sie müssen natürlich dort selbst schnellstens Hilfe leisten. Wenn möglich sollen sie auch gleich alle Spuren der Katastrophe beseitigen und dabei dürfen selbstverständlich keine Fehler passieren - dies alles setzt man als Betroffener oder Außenstehender (Zuschauer?) natürlich voraus, denn dafür sind die tapferen Helden der Feuerwehren schließlich da... Nur - ganz so einfach ist die Sache dann nicht, denn um im Ernstfall so helfen zu können, wie es erwartet wird, müssen mindestens zwei Voraussetzungen erfüllt sein: 1. Personal Das Personal - Hier gleich eines vorweg: Bei den meisten Feuerwehrmitgliedern handelt es sich keineswegs um Hochbezahlte Profis. Die Männer (und Frauen) der Feuerwehren versehen ihren Dienst am Nächsten ehrenamtlich, d.h. ohne jegliche Bezahlung. Für ihre Aus- und Weiterbildung und den Besuch von Spezialkursen müssen sie Urlaub nehmen, die notwendigen Übungen zur Erhaltung bzw. Verbesserung des Ausbildungsstandes finden in ihrer Freizeit statt. Oder die Einsätze: Zu jeder Tages- und Nachtzeit bereit zu sein, jede Krisensituation unter teilweise enormen psychischen Druck meistern. Oft sind dabei auch schwere und sehr gefährliche Arbeiten durchzuführen. 2. Ausrüstung Die Feuerwehrausrüstung: Hierbei handelt es sich um Fahrzeuge und Geräte, welche die technischen Voraussetzungen für alle möglichen Hilfeleistungen schaffen. Da zur Herstellung dieser Ausrüstung naturgemäß nur hochwertiges Material verwendet werden kann und auch eine lange Stabilität und Haltbarkeit unter schwierigsten Einsatzbedingungen verlangt wird, ist sie auch relativ teuer. Und genau hier beginnt es, kritisch zu werden. Mehr Aufgaben - weniger Geld Obwohl die Aufgabenstellungen an die Feuerwehren immer umfangreicher werden, gibt es zur Beschaffung der dafür notwendigen Geräte und vor allem Fahrzeuge nicht genügend finanzielle Mittel. Sicher, einige Feuerwehren wurden in letzter Zeit mit modernsten Fahrzeugen ausgestattet, aber sehr viele Feuerwehren müssen noch mit zum Teil komplett veralteten und zu schwach motorisierten Fahrzeugen vorlieb nehmen. Konnten sie früher nach 15 Jahren um einen Ersatz ansuchen, so wurde diese Frist nun auf 20 Jahre hinaufgesetzt. Dies brachte natürlich schon so manche Probleme mit sich. Aber durch den chronischen Geldmangel kam es dazu, daß die „Altersgrenze" für Feuerwehrfahrzeuge nun auf ganze 25 Jahre erweitert wurde. Das heißt: Es muß ein Vierteljahrhundert Dienst versehen, bevor es durch ein neues Fahrzeug ersetzt werden kann, sofern die finanziellen Mittel dafür vorhanden sind; schließlich leiden auch die Gemeinden selbst immer mehr unter dem finanziellen Notstand. Die für diesen Missstand Verantwortlichen sind aufgerufen, schnellstens eine positive Wende herbeizuführen und alle Feuerwehren mit entsprechenden Fahrzeugen und Geräten auszustatten. Es ist nämlich schlicht und einfach falsch, immer nur damit zu argumentieren, es koste zu viel. Man kann nicht einerseits verlangen, die Feuerwehren müssen alles können (auch der Katastrophenschutz ist hier integriert) und sie andererseits aushungern. Und überhaupt: Es ist geradezu beschämend, wenn von den zuständigen Stellen immer nur die Kostenfrage in den Vordergrund gestellt wird und gleichzeitig gerne übersehen wird, daß alle Feuerwehrmitglieder ihren oft sehr gefährlichen und anstrengenden Dienst zum Wohle der Allgemeinheit selbstlos und gratis versehen. Noch dazu leistet die Feuerwehr als „Mädchen für alles" desöfteren Arbeiten, die gar nicht zu ihren Aufgaben zählen. Außerdem müsste die Rettung von Menschen, Tieren und Sachwerten den Einsatz aller Mittel rechtfertigen. Viel Leistung um wenig Geld? Feuerwehren, die alles leisten, aber nichts kosten - ein fataler Trugschluss, der sich bei den alltäglichen Einsätzen für die Betroffenen (Opfer) katastrophal auswirken würde. Heinz Zotter, St. Pankraz - KEIN Feuerwehrmitglied!