Einsatznotiz 05.01.2012

Einsatzstichwort: TH - Gefahrgut klein

Um 11:39 Uhr ereilte uns ein Einsatz der etwas selteren Sorte. Wir wurden auf die S 154 Langburkersdorf - Sebnitz ca. 200 Meter nach der Einfahrt zur Kirschallee alarmiert. Dort hatten Beamte der Landespolizei eine unklare weiße Substanz im Straßengraben festgestellt, die bei stärkerem Wind bläulich staubte. Bei der ersten Lageerkundung gab es einheitlich fragende Gesichter unter den Einsatzkräften.

Was sollte es sein was da lag???

So richtig gefährlich konnte es schon mal nicht sein, da beide Polizisten nicht über gesundheitlichen Beeinträchtigungen klagten und auch ihre Stiefel noch an den Füßen hatten, nachdem sie bereits in die Substanz getreten waren... Der Umstand wollte es so, dass wir wenige Meter weiter Reste vom Verpackungsmateriel des Stoffes fanden. Es handelte um amorphe Kieselsäure, eine Art künstlicher Sand.

Die im Erkundungskraftwagen (Bild 3) installierte Gefahrstoffdatenbank warnte lediglich vor dem Einatmen der Stäube und vor konzentriertem Kontakt mit der Haut und den Augen.

Aufgrund dieser Informationen begab sich ein Trupp in leichte Chemikalienschutzanzüge sowie unter Atemschutzmaske mit Filter und verpackte den Gefahrstoff sowie die kontaminierten Anzüge in zwei verschließbare Fässer. Abschließend wurden die Fässer noch gekennzeichnet. Damit war der Auftrag für uns erledigt und die Einsatzstelle konnte gegen 13:30 Uhr an die Polizei übergeben werden.

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